Reich + Hölscher setzt Maßstäbe in Rietberg
Starke Nachricht aus Düsseldorf: Das Wohnquartier an der Gartenstraße in Rietberg-Neuenkirchen erhält die offizielle Auszeichnung „KlimaQuartier.NRW“. Damit würdigt die Landesregierung ein Projekt, das konsequent auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und zukunftsfähige Gebäudetechnik setzt. Für Reich + Hölscher ist das ein klarer Beleg für die eigene Planungskompetenz in der Technischen Gebäudeausrüstung.
Die Auszeichnung erfolgte durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Jury entschied am 5. März 2026 zugunsten des Projekts. In der Begründung hebt das Ministerium den „entscheidenden Beitrag zum Erreichen der Klimaziele“ hervor.
„Diese Auszeichnung bestätigt unseren Anspruch, technische Lösungen zu entwickeln, die messbar zur Energiewende beitragen“, sagt Geschäftsführer Michael Kapke. „Wir denken TGA konsequent vom Quartier aus – genau das zeigt dieses Projekt sehr deutlich.“
Ein Quartier wird zum Vorbild
Im Fokus steht ein klassisches Bestandsquartier. Mehrfamilienhäuser aus den 1970er Jahren durchlaufen eine umfassende Transformation. Statt Abriss setzt das Projekt auf intelligente Sanierung – ein Ansatz, der aktuell als einer der wichtigsten Hebel im Klimaschutz gilt. Das Ziel steht fest: hoher energetischer Standard bei gleichzeitig gesteigerter Wohnqualität. Die Gebäude erreichen nach der Modernisierung den Effizienzhausstandard EH 55 EE. Das bedeutet: ein Großteil der Energie stammt aus erneuerbaren Quellen. Gleichzeitig sinkt der Gesamtenergiebedarf deutlich. Parallel entstehen neue Qualitäten für die Bewohner. Grundrisse werden angepasst. Balkone erweitern den Wohnraum. Außenflächen entwickeln sich zu Orten für Begegnung, Bewegung und Rückzug.
Technik entscheidet – und genau hier setzt Reich + Hölscher an
Die technische Gebäudeausrüstung bildet das Rückgrat dieses Projekts. Die Projektbetreuer von Reich + Hölscher verantworten die Energie- und TGA-Planung – und prägen damit die Leistungsfähigkeit des gesamten Quartiers.
Ein Blick auf die konkreten Maßnahmen zeigt die Tiefe des Konzepts:
- Errichtung einer separate Energiezentrale, Versorgung über Fernwärmeleitung
- Zentrale Wärmeversorgung über Luft-Wasser-Wärmepumpen, Installierte Leistung 150 kW thermisch
- Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung im Wohnraum
- Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 120 kWp
- Warmwasserbereitung als Ladesystem mit Vorwärmstufe
Diese Bausteine greifen exakt ineinander. Das Ergebnis überzeugt: Der CO₂-Ausstoß für Heizung und Warmwasser liegt bei nur 4,16 kg pro Quadratmeter und Jahr. „Effizienz entsteht, wenn alle Systeme sauber aufeinander abgestimmt sind“, betont Kapke. „Genau diese Integrationsleistung steht im Zentrum unserer Planung – und sie entscheidet am Ende über den Erfolg eines Projekts.“
Ganzheitlicher Ansatz überzeugt
Das Quartier punktet nicht nur technisch. Es setzt bewusst auf eine ganzheitliche Entwicklung. Die Planung integriert ökologische Aspekte über die Gebäude hinaus. Heimische Pflanzen fördern die Biodiversität. Freiflächen laden zur Nutzung ein. Aufenthaltsqualität rückt in den Mittelpunkt. Dieser Ansatz passt zur Zielsetzung des Förderprogramms „KlimaQuartier.NRW“. Das Land unterstützt gezielt Projekte, die Klimaschutz, soziale Aspekte und städtebauliche Qualität verbinden. Das Projekt Gartenstraße erfüllt genau diese Anforderungen. Die Auszeichnung wirkt deshalb logisch – fast zwingend.
Starkes Zusammenspiel aller Beteiligten
Ein Projekt dieser Größenordnung lebt vom Zusammenspiel aller Partner. Bauherr ist die KHW Kommunale Haus und Wohnen GmbH aus Rheda-Wiedenbrück. Die architektonische Planung verantwortet GJL + Freie Architekten aus Gütersloh. Das Team von Reich + Hölscher bringt die technische Expertise in der Energie- und TGA-Planung ein. Dieses Zusammenspiel zeigt Wirkung. Es verbindet Gestaltung, Funktion und Nachhaltigkeit zu einem schlüssigen Gesamtkonzept.
Signal für die Zukunft des Bauens
Das Projekt in Rietberg liefert eine klare Botschaft: Klimaschutz im Gebäudesektor funktioniert – wenn Planung, Technik und Strategie zusammenpassen. Besonders im Bestand liegt enormes Potenzial. Genau hier entstehen aktuell die entscheidenden Fortschritte. Projekte wie die Gartenstraße zeigen, wie sich dieses Potenzial konkret heben lässt. Reich + Hölscher positioniert sich dabei als verlässlicher Partner für anspruchsvolle TGA-Konzepte. Der Fokus liegt klar auf Lösungen, die langfristig tragen – technisch, wirtschaftlich und ökologisch. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, aus Bestandsgebäuden zukunftsfähige Systeme zu machen“, sagt Kapke. „Dieses Projekt zeigt, wie groß der Hebel ist, wenn Planung konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.“